
1.2343 (X37CrMoV5-1)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung
| EN-Kurzname(Europa) | X37CrMoV5-1 | Nach EN 10027-1; Warmarbeitsstahl mit Cr-Mo-V-Legierung |
| EN-Norm | EN ISO 4957 | Internationale Norm für Werkzeugstähle |
| AISI/SAE | H11 | US-amerikanische Bezeichnung, nahezu identisch |
| JIS (Japan) | SKD6 (ähnlich) | Vergleichbarer japanischer Warmarbeitsstahl |
| AFNOR (Frankreich) | Z38 CDV 5 | Französische Entsprechung |
Anwendungsbereiche
Der Werkstoff 1.2343 (X37CrMoV5-1) ist ein hochbelastbarer Warmarbeitsstahl, der vor allem dort eingesetzt wird, wo Werkzeuge extremen thermischen und mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind. Typische Anwendungsgebiete sind Druckgussformen für Aluminium und Magnesium, Heißscherenmesser, Presswerkzeuge, Schmiedegesenke sowie Strangpresswerkzeuge. Dank seiner hervorragenden Warmfestigkeit, Zähigkeit und Temperaturwechselbeständigkeit eignet sich 1.2343 ideal für Prozesse mit hohen Betriebstemperaturen, starken Belastungen und zyklischen Temperaturwechseln. Auch im Kunststoffformenbau kommt der Stahl vereinzelt zum Einsatz, insbesondere wenn Temperaturfestigkeit und Formstabilität gefordert sind.
Eigenschaften
Der Warmarbeitsstahl 1.2343 (X37CrMoV5-1) zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Warmfestigkeit, hohe Zähigkeit und sehr gute Temperaturwechselbeständigkeit aus. Auch unter starker thermischer Belastung bleibt er formstabil und widerstandsfähig gegen Rissbildung. Zudem verfügt er über eine gute Durchhärtbarkeit und eine gleichmäßige Härteverteilung, auch in größeren Querschnitten. Diese Eigenschaften machen ihn besonders geeignet für Werkzeuge im Hochtemperatureinsatz, etwa beim Druckgießen oder Schmieden.
| Zerspanbarkeit | Mittel – bearbeitbar, jedoch Werkzeugverschleiß bei hoher Härte beachten |
| Korrosionsbeständigkeit | gering |
| Lufthärtbarkeit | Möglich – reduziert Verzug bei der Wärmebehandlung |
| Polierbarkeit | Mittel – für einfache Oberflächenanforderungen geeignet |
| Zähigkeit | Hoch – geringe Neigung zu Sprödbruch, auch bei hohen Temperaturen |
| Temperaturwechselbeständigkeit | Hoch – ideal für zyklische thermische Belastungen |
Welche Wärmebehandlung ist bei 1.2343 üblich?
Typischerweise wird 1.2343 weichgeglüht, gehärtet und anschließend angelassen, um optimale Eigenschaften zu erzielen.
Das Härten erfolgt meist bei Temperaturen von 1000–1050 °C, gefolgt von Abschrecken in Luft oder Öl.
Das Anlassen wird mehrfach bei 500–600 °C durchgeführt, um die Zähigkeit zu erhöhen.
Durch korrektes Wärmebehandeln lassen sich Härtewerte von etwa 45–52 HRC erreichen.
Diese Kombination sorgt für hohe Lebensdauer und Belastbarkeit der Werkzeuge.
Welche Vorteile bietet 1.2343 gegenüber anderen Warmarbeitsstählen?
1.2343 bietet ein ausgewogenes Verhältnis von Zähigkeit, Warmfestigkeit und Verarbeitbarkeit.
Er neigt weniger zu Rissbildung als manche höherlegierte Alternativen.
Seine Wärmeleitfähigkeit unterstützt eine gleichmäßige Temperaturverteilung in Werkzeugen.
Außerdem lässt er sich gut polieren, nitrieren und aufschweißen.
Damit ist er besonders beliebt für Werkzeuge, die lange Standzeiten und hohe Präzision erfordern.
Welche Eigenschaften zeichnen 1.2343 aus?
Der Werkstoff bietet eine sehr gute Warmfestigkeit und hohe Zähigkeit auch bei erhöhten Temperaturen.
Er weist außerdem eine ausgezeichnete Warmrissbeständigkeit und Wärmeleitfähigkeit auf.
Seine Härteannahme beim Härten und Anlassen ist gleichmäßig und stabil.
Zudem besitzt er eine gute Maßhaltigkeit bei thermischer Belastung.
Diese Eigenschaften machen ihn ideal für Werkzeuge mit wechselnder thermischer Beanspruchung.
Chemische Zusammensatzung
1.2343 / X37CrMoV5-1 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni | V |
| min. | 0,33 | 0,80 | 0,25 | 4,80 | 1,10 | 0,30 | |||
| max. | 0,41 | 1,20 | 0,50 | 5,50 | 1,50 | 0,550 |
1.2343 Reststücke
