1.2510 Spezialstahl Reststücke kaufen

1.2510 (100MnCrW4)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)100MnCrW4Offizielle europäische Bezeichnung
AISI/SAE (USA)52100Hochlegierter Lagerstahl
AFNOR (Frankreich)100Cr6Französische Werkstoffnorm
Japan (JIS)SUJ2Japanische Werkstoffnorm
Italien (UNI)100Cr6Entspricht chemisch 1.2510
China (GB)GCr15Chinesiche Entsprechung

Der Werkstoff 1.2510 (100MnCrW4) ist ein hochlegierter Lager- und Einsatzstahl, der durch seinen hohen Kohlenstoff- und Chromgehalt sowie den Zusatz von Mangan und Wolfram eine hervorragende Härte, Verschleißfestigkeit und Ermüdungsbeständigkeit besitzt. Typische Anwendungsgebiete liegen vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau, etwa für Wälzlager, Kugellager, Rollenlager, Zahnräder, Achsen, Kurbelwellen und Lagerbolzen. Darüber hinaus wird er für hochbeanspruchte Werkzeugkomponenten wie Kaltarbeitswerkzeuge, Führungen und Präzisionsdrehteile eingesetzt. Durch seine gute Härtbarkeit eignet sich der Stahl für Anwendungen, bei denen hohe Oberflächenhärte und lange Standzeiten erforderlich sind, während der Kern eine gewisse Zähigkeit behält.

Der Stahl 1.2510 zeichnet sich durch eine hohe Härte, sehr gute Verschleißfestigkeit und hervorragende Ermüdungsbeständigkeit aus. Durch seinen hohen Kohlenstoff- und Chromgehalt kann er gut gehärtet werden, wobei der Kern eine gewisse Zähigkeit behält. Er weist eine ausgezeichnete Maßhaltigkeit beim Härten auf und ist für hochbeanspruchte Lager- und Werkzeuganwendungen geeignet. Die Korrosionsbeständigkeit ist gering, daher sollte der Einsatz in feuchter Umgebung durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Die Bearbeitbarkeit ist im weichgeglühten Zustand moderat, im gehärteten Zustand jedoch nur eingeschränkt möglich.

VerschleißfestigkeitSehr hoch – ideal für Lager und Werkzeugkomponenten
ZähigkeitMittel – Kern behält etwas Duktilität
KorrosionsbeständigkeitGering – Schutz in feuchter Umgebung erforderlich
MaßbeständigkeitHoch – minimaler Verzug beim Härten
DruckfestigkeitHoch – geeignet für belastete Wälz- und Achsteile
Bearbeitbarkeit (weich)Gut – leichter zu bearbeiten vor dem Härten
Wie erfolgt die Wärmebehandlung von 1.2510?

Üblicherweise wird der Stahl weichgeglüht, um die Bearbeitbarkeit zu verbessern. Das Härten erfolgt bei Temperaturen von ca. 820–860 °C, gefolgt von Öl- oder Warmbad-Abschrecken. Anschließend wird der Stahl bei 150–200 °C angelassen, um Spannungen abzubauen und die gewünschte Härte einzustellen.

Welche Bearbeitungs- und Schleifeigenschaften sind zu beachten?

Im weichgeglühten Zustand ist 1.2510 gut bearbeitbar, im gehärteten Zustand jedoch nur eingeschränkt. Beim Schleifen sollte auf Hartmetall- oder CBN-Werkzeuge zurückgegriffen werden. Präzise Wärmebehandlung ist entscheidend, um Maßhaltigkeit, Härte und Verschleißfestigkeit zu optimieren.

Wie verhält sich der Stahl bei Temperaturbelastung?

1.2510 ist bei normalen Einsatztemperaturen stabil. Hohe Temperaturen über 200–250 °C können jedoch die Härte und Verschleißfestigkeit reduzieren. Für thermisch belastete Anwendungen sollten geeignete Maßnahmen zur Kühlung oder Oberflächenbehandlung getroffen werden.

1.2510CSiMnPSCrMoVW
min.0,900,151,00,50,050,6
max.1,050,351,20,0350,0350,70,150,8
1.2510 Reststücke ab Lager kaufen