
1.6981 (21CrMoNiV4-7)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung für 1.6981 (21CrMoNiV4-7)
| EN-Kurzname(Europa) | 21 CrMoNiV4-7 | Offizielle DIN-/EN-Bezeichnung |
| Frankreich (AFNOR) | 21 CrMoNiV4-7 | Entspricht der französischen Normbezeichnung |
Anwendungsbereiche
Der Werkstoff 1.6981 (21 CrMoNiV4-7) ist ein hochfester, legierter Vergütungsstahl, der speziell für Bauteile mit hohen mechanischen Anforderungen entwickelt wurde. Durch seine hohe Festigkeit bei gleichzeitig guter Kerbschlagarbeit eignet er sich besonders für stark belastete Maschinenteile, Turbinenwellen, Rotoren oder hoch beanspruchte Getriebekomponenten. Dank seiner guten Warmfestigkeit bleibt er auch bei erhöhten Temperaturen form- und belastungsstabil, was seine Einsatzmöglichkeiten in energie- und maschinentechnischen Anwendungen deutlich erweitert.
Eigenschaften
Der Stahl 1.6981 zeichnet sich durch eine sehr hohe Festigkeit, ausgezeichnete Zähigkeit und gute Warmfestigkeit aus. Seine Legierung mit Chrom, Molybdän, Nickel und Vanadium sorgt für hervorragende Vergütbarkeit und hohe Verschleißbeständigkeit. Er weist eine gute Kerbschlagarbeit auch bei niedrigen Temperaturen auf und behält seine Festigkeit selbst unter thermischer Dauerbelastung. Die Bearbeitbarkeit im weichgeglühten Zustand ist gut, während die Schweißbarkeit aufgrund des Legierungsgehalts nur eingeschränkt gegeben ist und Vor- sowie Nachwärmen erforderlich macht. Durch gezielte Wärmebehandlung lassen sich Festigkeit und Zähigkeit optimal anpassen, was den Werkstoff vielseitig einsetzbar macht.
| Zugfestigkeit | 900–1.200 MPa nach Vergütung – hohe Festigkeit für stark beanspruchte Teile |
| Vergütbarkeit | Sehr gut – gleichmäßige Härteverteilung möglich |
| Bearbeitbarkeit | Gut im weichgeglühten Zustand – spanende Bearbeitung problemlos |
| Schweißbarkeit | Eingeschränkt – Vorwärmen und Spannungsarmglühen empfohlen |
| Korrosionsbeständigkeit | Gering – Schutzmaßnahmen erforderlich |
Welche Wärmebehandlungen sind bei 1.6981 üblich?
Aufgrund seines Legierungsgehalts ist beim Schweißen Vorwärmen notwendig, um Rissbildung zu vermeiden. Nach dem Schweißen sollte ein Spannungsarmglühen erfolgen. Beim Härten muss auf gleichmäßige Erwärmung und Abkühlung geachtet werden, um Verzug oder Risse zu verhindern. Zudem ist es wichtig, Schutzmaßnahmen gegen Oxidation bei hohen Temperaturen zu ergreifen. Eine fachgerechte Wärmebehandlung ist ein zentraler Faktor für die Betriebssicherheit.
Welche besonderen Sicherheitsaspekte gibt es bei der Verarbeitung von 1.6981?
Die Korrosionsbeständigkeit von 1.6981 ist nur mäßig, daher sind Schutzmaßnahmen notwendig. Häufig werden Beschichtungen, Lackierungen oder Innenauskleidungen eingesetzt. Auch die Wahl geeigneter Betriebsmedien kann Korrosion minimieren. Regelmäßige Inspektionen und Wartungen erhöhen die Lebensdauer der Bauteile. Auf diese Weise bleibt die Sicherheit und Funktionsfähigkeit von Druckbehältern und Kesseln langfristig gewährleistet.
Wie wirkt sich die Legierungszusammensetzung auf die Leistung von 1.6981 aus?
Chrom sorgt für Festigkeit und Verschleißbeständigkeit, während Molybdän die Warmfestigkeit erhöht. Nickel steigert die Zähigkeit, besonders bei niedrigen Temperaturen. Vanadium trägt zur Kornfeinung bei, was die mechanischen Eigenschaften verbessert. Die ausgewogene Zusammensetzung ermöglicht eine präzise Anpassung der Eigenschaften durch Wärmebehandlung. So wird der Stahl für verschiedene Einsatzbedingungen optimiert.
Chemische Zusammensetzung
| 1.6981 | C | Si | Mn | P | S | Al | Mo | Ni | V |
| min. | 0,17 | 0,15 | 0,35 | 0,9 | 0,65 | 0,2 | 0,25 | ||
| max. | 0,25 | 0,35 | 0,85 | 0,03 | 0,035 | 1,2 | 0,8 | 0,8 | 0,35 |
