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1.7380 (10CrMo9-10)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)10CrMo9-10EN-Bezeichnung
USA (ASTM/ASME)A387 Gr.22, A182 F22, A335 P22, T22, UNS K21590ASTM A387, ASTM A182, ASTM A335
Frankreich (AFNOR)10CD9-10, 12CD9-10Französische Normäquivalente
England (BS)622, 622 Gr.31Britische Entsprechungen
Japan (JIS)SCMV4Japanische Bezeichnung
Italien (UNI)12CrMo9-10UNI-Normen
Polen (PN)10H2MPN-Normen
Tschechien (ČSN)15313ČSN-Normen
Russland (GOST)10Ch2M, 10Kh2MGOST

Der Werkstoff 1.7380 (10CrMo9-10) ist ein niedriglegierter, warmfester Chrom-Molybdän-Stahl, der sich durch eine gute Kriechfestigkeit, hohe Temperaturbeständigkeit und gute Zähigkeit auszeichnet. Er wird vor allem in Bereichen eingesetzt, in denen Bauteile über längere Zeiträume bei erhöhten Temperaturen und Drücken zuverlässig funktionieren müssen. Typische Einsatzgebiete sind die Energie- und Kraftwerksindustrie, insbesondere für Kessel- und Druckbehälterbauteile, Überhitzer- und Sammlerrohre, Rohrleitungen für Dampf- und Heißwasseranlagen sowie Ventile, Armaturen und Flansche, die thermischer und mechanischer Belastung ausgesetzt sind. Auch in der Petrochemie und chemischen Industrie wird 10CrMo9-10 für Apparate, Wärmetauscher und Rohrsysteme verwendet, wenn hohe Temperatur- und Druckbeständigkeit gefordert ist. Aufgrund seiner Beständigkeit bis etwa 530 °C eignet er sich für Langzeitanwendungen in Dampferzeugungsanlagen, Druckleitungen und Reaktoren.

Der Werkstoff 1.7380 (10CrMo9-10) ist ein warmfester, niedriglegierter Vergütungsstahl, der für hohe mechanische Festigkeit und Temperaturbeständigkeit bekannt ist. Er besitzt eine ausgezeichnete Kriech- und Zeitstandfestigkeit sowie eine gute Zähigkeit im vergüteten Zustand. Durch die Legierungselemente Chrom (Cr) und Molybdän (Mo) verfügt er über eine hohe Warmfestigkeit und Oxidationsbeständigkeit.

WarmfestigkeitGeeignet bis ca. 530 °C Dauereinsatz
KriechbeständigkeitHohe Beständigkeit gegen Kriechen unter Druck und Temperatur
KorrosionsverhaltenBeständig in oxidierenden Atmosphären, nicht beständig gegen stark korrosive Medien
SchweißeignungGut, jedoch Vor- und Nachwärmebehandlung empfohlen
Zähigkeit (Kerbschlagarbeit)Gute Werte bis in den Tieftemperaturbereich
Welche Wärmebehandlungen sind bei diesem Werkstoff üblich?

Für 1.7380 sind Normalglühen, Spannungsarmglühen und Anlassprozesse typische Wärmebehandlungen. Durch Normalglühen werden gleichmäßige mechanische Eigenschaften und ein homogenes Gefüge erzielt. Spannungsarmglühen dient dazu, nach Schweißprozessen innere Spannungen zu reduzieren und Rissbildung zu vermeiden. Bei höheren Anforderungen an Warmfestigkeit wird zusätzlich ein Anlassen durchgeführt. Diese Maßnahmen sichern die Einsatzfähigkeit des Materials bei hohen Temperaturen.

Welche Schweißverfahren eignen sich besonders für 1.7380?

Der Werkstoff lässt sich mit gängigen Schweißverfahren wie Lichtbogenhandschweißen, WIG-Schweißen und MAG-Schweißen verarbeiten. Wichtig ist jedoch, dass beim Schweißen Vorwärm- und Nachwärmtemperaturen eingehalten werden. Dadurch wird die Gefahr von Kaltrissen und Spannungsrissen erheblich reduziert. Die Wahl der Zusatzwerkstoffe muss auf die chemische Zusammensetzung abgestimmt sein. Mit sorgfältiger Ausführung bleibt die Schweißnaht auch bei hohem Temperatureinsatz belastbar.

Gibt es Einschränkungen beim Einsatz von 1.7380 in aggressiven Medien?

Der Stahl besitzt eine gute Beständigkeit gegen Oxidation bei hohen Temperaturen, ist jedoch in stark korrosiven Medien eingeschränkt. Besonders in schwefelhaltigen oder chloridhaltigen Umgebungen kann es zu erhöhtem Angriff kommen. Für Anwendungen in aggressiven chemischen Prozessen sind daher oft zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig. Dazu gehören Beschichtungen, Auskleidungen oder der Einsatz von Schutzgasen. In typischen Kessel- und Druckanwendungen ist er jedoch ausreichend widerstandsfähig.

1.7380CSiMnPSCrMoCuN
min.0,080,4020,9
max.0,140,50,80,020,010,011,10,300,012
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