
1.7225 (42CrMo4 vergütet)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung für 1.7225 (42CrMo4 vergütet)
| DIN | 1.7225 | Deutsche Werkstoffnummer |
| EN | 42CrMo4 | Europäische Normbezeichnung |
| AISI/SAE (US) | 4140 | Amerikanische Entsprechung |
| Frankreich (AFNOR) | 42CD4 | Französische Norm |
| England (BS) | 708M40 | Britische Standardbezeichnung |
| Japan (JIS) | SCM440 | Japanische Norm, vergleichbar |
Anwendungsbereiche
Der Stahl 1.7225 (42CrMo4 vergütet) ist ein weit verbreiteter Vergütungsstahl, der sich durch seine hohe Festigkeit und Zähigkeit auszeichnet. Er wird vor allem für hochbeanspruchte Maschinenteile eingesetzt, die unter dynamischen Lasten arbeiten. Typische Anwendungsgebiete sind Zahnräder, Kurbelwellen, Antriebswellen, Schrauben, Bolzen, Achsen und Verbindungselemente. Durch seine Härte und Verschleißfestigkeit eignet er sich besonders für Teile, die sowohl statischen als auch wechselnden Belastungen standhalten müssen. Zudem wird er häufig im Fahrzeugbau, Maschinenbau und Werkzeugbau verwendet, wo eine Kombination aus Langlebigkeit, Belastbarkeit und Präzision gefordert ist.
Eigenschaften
Der Stahl 1.7225 (42CrMo4 vergütet) besitzt eine hervorragende Kombination aus hoher Festigkeit, Zähigkeit und Verschleißbeständigkeit. Er ist gut härtbar und erreicht nach dem Vergüten eine harte, belastbare Oberfläche bei gleichzeitig zähem Kern. Dadurch eignet er sich besonders für sicherheitsrelevante und dynamisch belastete Bauteile. Im weichgeglühten Zustand ist die Bearbeitbarkeit gut, nach der Vergütung wird sie jedoch eingeschränkt. Die Schweißbarkeit ist nur bedingt gegeben und erfordert Vor- und Nachwärmen, während die Korrosionsbeständigkeit gering ist und Schutzmaßnahmen notwendig sind.
| Festigkeit | Sehr hoch nach Vergütung |
| Schweißeignung | Eingeschränkt, Vor- und Nachwärmen notwendig |
| Verschleißbeständigkeit | Hoch, besonders nach Oberflächenhärten |
| Korrosionsbeständigkeit | Gering, Schutz erforderlich |
| Dauerfestigkeit | Sehr gut unter wechselnder Belastung |
| Zähigkeit | Gut, auch bei dynamischer Belastung |
| Härtbarkeit | Sehr gut; ermöglicht harte Oberfläche bei zähem Kern |
| Maßhaltigkeit beim Härten | Gut, geringe Verzugsneigung |
Warum wird 1.7225 häufig vergütet eingesetzt?
Das Vergüten verbessert die mechanischen Eigenschaften des Stahls erheblich. Durch Härten und anschließendes Anlassen erhält er eine harte Oberfläche und gleichzeitig einen zähen Kern. Dies ermöglicht den Einsatz bei stark beanspruchten Maschinenteilen. Besonders die Dauerfestigkeit und Verschleißbeständigkeit werden dabei gesteigert. Deshalb gilt das Vergüten als Standardbehandlung für diesen Werkstoff.
Welche Rolle spielt die Härtbarkeit bei 1.7225?
Die Härtbarkeit ist eine der wichtigsten Eigenschaften dieses Stahls. Sie ermöglicht es, eine harte, verschleißfeste Oberfläche mit einem gleichzeitig zähen Kern zu erzielen. Damit ist der Stahl besonders für dynamische und wechselnde Belastungen geeignet. Zudem erlaubt die Härtbarkeit auch eine gezielte Oberflächenhärtung, etwa durch Einsatzhärten oder Induktionshärten. Dies verlängert die Lebensdauer der Bauteile erheblich.
Wie verhält sich 1.7225 bei dynamischen Belastungen?
1.7225 zeichnet sich durch eine sehr gute Dauerfestigkeit aus. Er kann wiederholten Belastungen standhalten, ohne frühzeitig zu versagen. Die Kombination aus zäher Kernstruktur und harter Oberfläche schützt vor Rissbildung und Materialermüdung. Das macht ihn ideal für sicherheitsrelevante Komponenten im Maschinen- und Fahrzeugbau. Damit werden Bauteile langlebig und zuverlässig auch bei hohen Lasten.
Chemische Zusammensetzung
| 1.7225 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo |
| min. | 0,38 | 0,6 | 0,9 | 0,15 | |||
| max. | 0,45 | 0,4 | 0,9 | 0,025 | 0,035 | 1,2 | 0,30 |
