1.2312 aus Lagervorrat kaufen

1.2312 (40CrMnMoS8-6)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)40CrMnMoS8-6Nach EN 10027-1; Vergütungsstahl mit Schwefelzusatz
EN-NormEN ISO 4957Internationale Norm für Werkzeugstähle
JIS (Japan)SCMn435 (ähnlich)Kein direkter Ersatz, vergleichbarer Einsatzstahl
AFNOR (Frankreich)40 CMD 8 SFranzösische Norm, vergleichbar

Der Werkstoff 1.2312 (40CrMnMoS8-6) wird vor allem im Formenbau eingesetzt, insbesondere für Spritzguss- und Druckgusswerkzeuge, bei denen eine gute Zerspanbarkeit und ein einsatzbereiter Zustand ohne zusätzliche Wärmebehandlung gefragt sind. Durch den Schwefelzusatz lässt sich der Stahl sehr gut bearbeiten, was ihn ideal für mittlere bis große Formeinsätze mit komplexen Konturen macht. Typische Anwendungen sind Formplatten, Werkzeugeinsätze, Gehäuseformen und andere Bauteile mit Anforderungen an Maßhaltigkeit, Härte und Oberflächengüte. Da der Stahl meist bereits vergütet geliefert wird, spart er zusätzlich Bearbeitungsschritte in der Fertigung.

1.2312 ist ein vergüteter, nicht rostbeständiger Werkzeugstahl, der speziell für den Formenbau entwickelt wurde. Durch den Zusatz von Schwefel besitzt er eine sehr gute Zerspanbarkeit, was ihn ideal für die wirtschaftliche Herstellung komplexer Werkzeuge macht. Der Stahl wird üblicherweise in einem bereits vergüteten Zustand mit einer Härte von ca. 280–325 HB geliefert. Er weist eine gute Maßhaltigkeit, mäßige Polierfähigkeit und ausreichende Zähigkeit für mittelbeanspruchte Anwendungen auf. Die Wärmeleitfähigkeit ist gut, was eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Werkzeug begünstigt.

ZerspanbarkeitSehr gut – Schwefelzusatz verbessert Spanbruch und Werkzeugstandzeit
KorrosionsbeständigkeitGering – nicht rostfrei, Schutzmaßnahmen erforderlich
SchweißbarkeitEingeschränkt – wegen Schwefelanteil nur mit Vorsicht
PolierbarkeitMittel – ausreichend für viele Standardanwendungen, nicht für Hochglanz geeignet
ZähigkeitGut – ausreichend für mittlere mechanische Beanspruchung
Welche Wärmebehandlungen sind bei 1.2312 üblich oder möglich?

1.2312 wird in der Regel vergütet geliefert, meist mit einer Härte von etwa 28–34 HRC.
Eine weitere Wärmebehandlung ist normalerweise nicht erforderlich.
Sollten jedoch spezielle Anforderungen bestehen, kann er erneut angelassen oder oberflächengehärtet werden.
Auch Nitrieren oder Chrombeschichten wird angewandt, um die Verschleißfestigkeit zu erhöhen.
Das erleichtert seine Anpassung an unterschiedliche Einsatzbedingungen.

Wie gut lässt sich 1.2312 bearbeiten?

Dieser Werkstoff ist hervorragend zerspanbar, was ihn besonders attraktiv für Formenbauer macht.
Sein Schwefelanteil verbessert die Spanbildung und Werkzeugstandzeit erheblich.
Auch Fräsen, Bohren und Drehen lassen sich problemlos durchführen.
Im Vergleich zu anderen Werkzeugstählen erfordert er geringeren Bearbeitungsaufwand und Energieeinsatz.
Das macht ihn zu einem wirtschaftlich sehr effizienten Werkstoff.

Welche Grenzen hat der Einsatz von 1.2312?

Aufgrund des Schwefelgehalts ist der Stahl weniger polierbar und korrosionsbeständig.
Er eignet sich daher nicht für optisch hochwertige oder korrosive Anwendungen.
Auch bei hohen Betriebstemperaturen oder starker Verschleißbelastung stößt er an seine Grenzen.
Für diese Fälle werden häufig andere Stähle mit höherer Warmfestigkeit oder besserer Oberflächenqualität gewählt.
In Standardformen und mechanischen Werkzeugkomponenten zeigt er jedoch ausgezeichnete Standzeiten.


1.2312 / 40CrMnMoS8-6
CSiMnPSCrNi
min.0,351,400,051,40
max.0,451,600,102,0