
1.4313 (X3CrNiMo13-4)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung
| EN-Kurzname(Europa) | X3CrNiMo13-4 | Europäische Hauptbezeichnung |
| EN-Norm | EN 10088 | Edelstahl-Norm |
| AFNOR | Z3CND13-4 | Französisches Äquivalent |
| UNS (USA) | S41500 | Äquivalent im Unified Numbering System (ähnlich, nicht exakt) |
| US | F6NM | ältere US-Standardbezeichnung |
Anwendungsbereiche von 1.4313
Der Werkstoff 1.4313 (X3CrNiMo13-4) wird bevorzugt in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt, in denen eine hohe Festigkeit, gute Zähigkeit und gleichzeitig eine mäßige Korrosionsbeständigkeit gefordert sind. Typische Anwendungen finden sich in der Wasserkrafttechnik (z. B. Laufräder, Turbinenkomponenten), im Pumpen- und Armaturenbau, in der Öl- und Gasindustrie sowie im Maschinen- und Schwermaschinenbau. Auch in der Luftfahrt oder für komplexe geschweißte Strukturbauteile wird 1.4313 verwendet, da er gut schweißbar und nach dem Vergüten mechanisch hoch belastbar ist. Seine Eigenschaften lassen sich gezielt durch Wärmebehandlung anpassen, was ihn für eine Vielzahl von strukturell beanspruchten Bauteilen interessant macht.
Eigenschaften
Der Edelstahl 1.4313 ist ein martensitisch-austenitischer Chrom-Nickel-Molybdän-Stahl mit ausgeprägter Festigkeit und guter Zähigkeit. Er lässt sich durch Wärmebehandlung (Vergüten) auf hohe Zugfestigkeiten bringen, während er gleichzeitig eine moderate Korrosionsbeständigkeit gegenüber oxidierenden Medien bietet. Der Werkstoff zeichnet sich durch gute Schweißbarkeit aus und besitzt eine gute Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion. Zudem ist 1.4313 gut bearbeitbar und zeigt eine mittlere Härte im ausgelieferten Zustand, die durch Anlassen je nach Anwendung angepasst werden kann.
| Korrosionsbeständigkeit | Mäßig bis gut in oxidierenden Medien |
| Magnetisierbarkeit | Ja |
| Gefüge | Martensitisch-austenitisch |
| Schweißbarkeit | Gut, geeignet für gängige Schweißverfahren |
| Härtbarkeit | Mittlere Härte, anpassbar durch Anlassen |
| Dehngrenze (A5) | 10–15 % |
Welche Vorteile bietet der Werkstoff 1.4313 im Vergleich zu anderen rostfreien Stählen?
1.4313 zeichnet sich durch eine besonders hohe Festigkeit und gute Zähigkeit aus, die durch eine gezielte Wärmebehandlung (Vergüten) erreicht werden. Im Gegensatz zu rein austenitischen Stählen bietet er zudem eine bessere Beständigkeit gegen Spannungsrisskorrosion in moderat korrosiven Umgebungen.
Wie beeinflusst die Wärmebehandlung die Eigenschaften von 1.4313?
Durch das Vergüten lässt sich die Zugfestigkeit deutlich erhöhen, typischerweise auf Werte zwischen 800 und 1000 MPa. Gleichzeitig bleibt die Zähigkeit erhalten, was den Werkstoff für dynamisch belastete Bauteile prädestiniert. Die Härte kann durch Anlassen zudem an die jeweiligen Anforderungen angepasst werden.
Wie gut lässt sich 1.4313 schweißen und was ist dabei zu beachten?
1.4313 ist gut schweißbar mit den üblichen Verfahren wie WIG oder Lichtbogen. Um eine optimale Korrosionsbeständigkeit und Festigkeit im Schweißbereich zu gewährleisten, sollte nach dem Schweißen eine geeignete Wärmebehandlung erfolgen, um Spannungen abzubauen und das Gefüge zu homogenisieren.
Chemische Zusammensetzung
| 1.4313 X3CrNiMo13-4 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni | N |
| min. | 12,0 | 0,4 | 3,5 | 0,02 | |||||
| max. | 0,05 | 0,6 | 1,0 | 0,035 | 0,015 | 14,0 | 0,7 | 4,5 |
Chemische Zusammensetzung
