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1.6580 (30CrNiMo8)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)30 CrNiMo8Europäische Standardbezeichnung
USA (ASTM/ASME)AISI 4340 / SAE 4340 / ASTM A29 4340Gängige amerikanische Entsprechungen
Frankreich (AFNOR)30NCD8Französische Norm
England (BS)823M30 (BS 970)Typische britische Normbezeichnung.
Japan (JIS)SNCM431Japanische Entsprechung
International (UNS)G43400UNS-Kennung für diesen Stahltyp

Der Vergütungsstahl 1.6580 (30CrNiMo8) wird bevorzugt in Bereichen eingesetzt, in denen hohe Festigkeit, Zähigkeit und Verschleißbeständigkeit gefordert sind. Typische Anwendungen finden sich im Maschinen- und Fahrzeugbau, insbesondere für stark beanspruchte Wellen, Achsen, Zahnräder, Kupplungsteile und Bolzen. Auch in der Luftfahrt- und Energietechnik kommt er für Bauteile zum Einsatz, die hohen dynamischen Belastungen und wechselnden Kräften standhalten müssen. Aufgrund seiner guten Härtbarkeit eignet er sich für große Querschnitte, was ihn ideal für massive und sicherheitsrelevante Komponenten macht. Darüber hinaus findet er Verwendung in der Werkzeug- und Hydrauliktechnik, beispielsweise für hochbelastete Spann- und Verbindungselemente.

Der Vergütungsstahl 1.6580 (30CrNiMo8) zeichnet sich durch eine sehr hohe Festigkeit und Zähigkeit aus, die durch gezielte Wärmebehandlung weiter gesteigert werden kann. Dank seines Legierungsanteils aus Chrom, Nickel und Molybdän besitzt er eine hervorragende Härtbarkeit, auch bei großen Querschnitten, was ihn besonders vielseitig für massive Bauteile macht. Er verfügt über eine gute Verschleißfestigkeit sowie eine hohe Dauer- und Wechselfestigkeit, weshalb er bei dynamisch stark belasteten Komponenten eingesetzt wird. Zudem ist er maßhaltig beim Härten und zeigt eine ausgewogene Kombination aus Festigkeit, Elastizität und Zähigkeit. Einschränkungen bestehen jedoch in der mäßigen Schweißbarkeit, die nur mit Vor- und Nachwärmebehandlung zuverlässig umgesetzt werden sollte.

FestigkeitHoch bis sehr hoch (nach Vergüten)
SchweißeignungEingeschränkt; Vor- und Nachwärmen empfohlen
VerschleißbeständigkeitHoch; für reibbeanspruchte Bauteile
KorrosionsbeständigkeitGering; Schutzmaßnahmen nötig
DauerfestigkeitHoch; gute Wechselfestigkeit
ZähigkeitSehr gut; geeignet für Stoß-/Wechselbelastung
Welche typischen Wärmebehandlungen sind für 1.6580 üblich?

Häufig wird 1.6580 vergütet, das heißt gehärtet und angelassen, um eine Kombination aus Festigkeit und Zähigkeit zu erreichen. Vor dem Vergüten erfolgt in der Regel ein Weichglühen, das die Bearbeitung erleichtert. Bei besonderen Anwendungen kann auch eine Einsatzhärtung oder Oberflächenhärtung durchgeführt werden. Diese Verfahren verbessern die Verschleißfestigkeit an den Oberflächen, ohne die Zähigkeit im Kern zu verlieren. Damit lässt sich der Stahl optimal an die jeweilige Anwendung anpassen.

Welche Bearbeitungsverfahren lassen sich mit 1.6580 gut durchführen?

Im weichen, geglühten Zustand lässt sich 1.6580 sehr gut spanend bearbeiten, z. B. durch Drehen, Bohren oder Fräsen. Nach dem Vergüten ist die Bearbeitung schwieriger, weshalb eine Vorfertigung im weichen Zustand empfohlen wird. Schleifen und Polieren sind auch nach der Wärmebehandlung noch möglich, um präzise Oberflächen zu erzeugen. Bei thermischen Verfahren wie Schweißen ist jedoch Vorsicht geboten, da die Schweißbarkeit eingeschränkt ist. Hier sind Vorwärmung und eine nachträgliche Wärmebehandlung notwendig.

Welche Risiken bestehen bei unsachgemäßer Verarbeitung von 1.6580?

Wird der Stahl unsachgemäß wärmebehandelt, können Härterisse oder Spannungen auftreten. Besonders beim Schweißen besteht ohne Vor- und Nachwärmen die Gefahr von Sprödbrüchen. Auch falsches Abschrecken kann zu inneren Spannungen führen, die die Lebensdauer des Bauteils erheblich verkürzen. Wird die richtige Prozessführung jedoch eingehalten, ist der Stahl sehr zuverlässig. Fehler in der Verarbeitung können also die guten Eigenschaften des Werkstoffs stark beeinträchtigen.

1.6580CSiMnPSCrMoNi
min.0,260,31,80,31,8
max.0,340,40,60,0350,0352,20,52,2