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1.2316 (X38CrMo16)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)X38CrMo16Offizielle Bezeichnung nach EN ISO
AFNORZ40C14Französische Entsprechung, jedoch mit geringeren Cr-Gehalt
AISI / ASTM (USA)~420 mod. / Type 420F mod.Nicht genormt, aber nahe an modifiziertem AISI 420
UNS (USA)~S13600 (ähnlich)Ähnlich zum Edelstahl für Formeinsätze
BS (UK)BH13 oder ähnlichKein direktes Äquivalent, aber verwendete Typen

Der Werkstoff 1.2316 (X38CrMo16) wird bevorzugt im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt, insbesondere dort, wo eine hohe Korrosionsbeständigkeit und gute Polierbarkeit gefordert sind. Typische Anwendungsbereiche sind Spritzgussformen für aggressive Kunststoffe wie PVC oder Acetat, die korrosive Abbauprodukte freisetzen, sowie Werkzeuge für die Medizintechnik, Lebensmittelverarbeitung und optische Komponenten, bei denen höchste Anforderungen an die Oberflächengüte bestehen. Aufgrund seiner Härtbarkeit bis ca. 56 HRC eignet sich 1.2316 auch für verschleißbeanspruchte Formeinsätze, die gleichzeitig eine rostbeständige Oberfläche benötigen. Häufig kommt er bei Formen mit Wasserkanälen zum Einsatz, da er gegenüber Feuchtigkeit und Kühlwasser beständig ist.

Der Werkstoff 1.2316 ist ein rostbeständiger, härtbarer Werkzeugstahl, der sich durch eine hohe Korrosionsbeständigkeit, gute Polierbarkeit und eine gute Härtbarkeit auszeichnet. Durch seinen hohen Chromgehalt (ca. 16–17 %) ist er besonders widerstandsfähig gegen feuchte oder aggressive Umgebungen – wie sie z. B. beim Spritzgießen korrosiver Kunststoffe oder beim Einsatz von Kühlwasser vorkommen. Er lässt sich auf ca. 50–56 HRC härten und bleibt dabei formstabil. Die gute Zerspanbarkeit im geglühten Zustand, in Kombination mit der Möglichkeit zur Spiegelpolitur, macht ihn ideal für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Oberflächenqualität. Zudem ist 1.2316 nicht magnetisierbar, solange er sich im vollständig austenitischen Gefüge befindet.

KorrosionsbeständigkeitHoch, besonders gegen Wasser, Kunststoffdämpfe, PVC
ZerspanbarkeitGut im geglühten Zustand (~229 HB), eingeschränkt nach Härtung
MagnetisierbarkeitGering, abhängig vom Gefügezustand
PolierbarkeitSehr gut, geeignet für Hochglanzoberflächen
WärmebehandlungHärtbar, Anlassbeständigkeit bis ca. 250 °C
Wie hart kann 1.2316 gehärtet werden?

1.2316 lässt sich durch Härtung auf ca. 50 bis 56 HRC bringen. Die erreichte Härte ist ausreichend für viele Anwendungen im Formenbau, bei denen sowohl Verschleißfestigkeit als auch Rostbeständigkeit gefragt sind. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Wärmebehandlung, um Verzug und Gefügefehler zu vermeiden.

Muss 1.2316 nach dem Einsatz gegen Rost geschützt werden?

In vielen Fällen ist kein zusätzlicher Schutz nötig, da 1.2316 von Natur aus korrosionsbeständig ist. Bei längeren Stillstandzeiten, z. B. im Werkzeuglager, empfiehlt es sich dennoch, das Werkzeug leicht einzuölen oder mit einem Korrosionsschutzmittel zu behandeln – insbesondere, wenn Feuchtigkeit oder Kondenswasser auftreten kann.

Ist 1.2316 für den Einsatz in der Lebensmittel- oder Medizintechnik zugelassen?

Ja, der Werkstoff wird häufig in der Lebensmittel- und Medizintechnik verwendet – vor allem in Formeinsätzen für Verpackungen oder für medizinische Kunststoffteile. Seine Korrosionsbeständigkeit und Polierfähigkeit erfüllen typische Anforderungen in hygienisch sensiblen Anwendungen. Eine offizielle Zulassung nach FDA oder ähnlichen Normen sollte jedoch im Einzelfall geprüft werden.

1.2316CSiMnPSCrMo
min.0,3315,50,8
max.0,4517,51,30
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