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1.2358 (60CrMoV18-5)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)60 CrMoV18-5Offizielle europäische Bezeichnung
AISI / SAEAISI/SAE 1.2358Teilweise als Alternative zu D2, D6 oder modifiziertem D3 verwendet
Keine exakten Entsprechungen; meist direkte Verwendung der DIN-/ISO-Bezeichnung

Der Werkstoff 1.2358 wird vor allem im Werkzeug- und Formenbau eingesetzt, wo hohe Verschleißfestigkeit und Zähigkeit gefordert sind. Typische Anwendungen sind Schneid- und Stanzwerkzeuge, Prägestempel, Kaltfließpressmatrizen, Gewindewalzbacken sowie Werkzeuge für das Kaltumformen von hochfesten Blechen. Durch seine gute Maßbeständigkeit beim Härten eignet er sich auch für Präzisionswerkzeuge und Formen, die eine lange Standzeit und hohe Maßhaltigkeit benötigen.

Der Werkstoff 1.2358 ist ein hochlegierter, zäher Kaltarbeitsstahl mit hohem Chrom-, Molybdän- und Vanadiumgehalt. Er bietet eine ausgezeichnete Verschleißfestigkeit, hohe Druckfestigkeit und gute Maßbeständigkeit beim Härten. Zudem zeichnet er sich durch eine hohe Anlassbeständigkeit aus, was ihn auch bei höheren Betriebstemperaturen standfest macht. Seine Kombination aus Härte und Zähigkeit macht ihn besonders geeignet für Werkzeuge, die sowohl schneidende als auch formende Beanspruchungen

Verschleißfestigkeitsehr hoch durch hohen Chrom- und Vanadiumgehalt
ZähigkeitHoch, geringe Bruchgefahr bei Stoßbelastung
AnlassbeständigkeitGut, Härte bleibt auch bei höheren Temperaturen stabil
MaßbeständigkeitSehr gut, geringe Verzüge beim Härten
DruckfestigkeitHoch, geeignet für hohe Flächenpressungen
Welche mechanischen Eigenschaften zeichnen 1.2358 aus?

Der Stahl bietet eine Härte von etwa 58–62 HRC im vergüteten Zustand, kombiniert mit hoher Druckfestigkeit und sehr guter Maßbeständigkeit. Er bleibt auch bei höheren Temperaturen anlassbeständig, was seine Lebensdauer in anspruchsvollen Arbeitsumgebungen erhöht.

Welche Wärmebehandlung ist typisch für 1.2358?

Die Standard-Wärmebehandlung umfasst Weichglühen für gute Bearbeitbarkeit, gefolgt von Härten und anschließendem Anlassen, um die gewünschte Härte und Zähigkeit zu erreichen. Das Härten erfolgt typischerweise bei 1000–1050 °C mit Öl- oder Luftabkühlung.

Wie verhält sich 1.2358 bei hohen Belastungen?

Durch seine hohe Druckfestigkeit bleibt der Stahl auch bei sehr hohen Flächenpressungen formstabil. In Kombination mit der Zähigkeit ist er für Werkzeuge geeignet, die sowohl hohen Kräften als auch Schlagbelastungen standhalten müssen.


1.2358
CSiMnPSCrMoNiV
min.0,580,20,74,30,40,2
max.0,620,50,90,030,034,70,60,3
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