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1.2436 (X210CrW12)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)X210CrW12Offizielle europäische Bezeichnung
USA (AISI)D6Entspricht ASTM/SAE D6
AFNORZ210CW12-01Französische Werkstoffnorm
Japan (JIS)SKD2Kaltarbeitsstahl, ähnlich AISI D6
Italien (UNI)X215CrW12-1KUItalienische Normbezeichnung
China (GB)Cr12WEntspricht chemisch 1.2436

Der Werkstoff 1.2436 (X210CrW12) ist ein hochlegierter Kaltarbeitsstahl mit sehr hohem Kohlenstoff- und Chromgehalt sowie einem Zusatz von Wolfram. Typische Anwendungsbereiche finden sich vor allem in der Herstellung von Schneid- und Umformwerkzeugen, die extremen mechanischen Beanspruchungen standhalten müssen. Dazu zählen Schneidstempel, Matrizen, Scherenmesser, Feinschneidwerkzeuge, Kaltstauwerkzeuge und Gewindeschneidbacken. Ebenso wird 1.2436 für Zieh- und Prägewerkzeuge, Pulverpressformen, Kalibrierwerkzeuge sowie hochbeanspruchte Mess- und Lehrenbauteile eingesetzt. Aufgrund seiner Härte und Verschleißfestigkeit eignet er sich auch für den Einsatz in der Holz- und Kunststoffbearbeitung, etwa für Messer von Zerkleinerungsanlagen. Allerdings besitzt der Stahl nur eine geringe Zähigkeit, weshalb er vor allem in Anwendungen verwendet wird, bei denen Stoßbelastungen minimiert sind, und seine Härte sowie Abriebfestigkeit optimal zur Geltung kommen.

Der Werkzeugstahl 1.2436 (X210CrW12) bietet eine sehr hohe Härte, ausgezeichnete Verschleißfestigkeit und gute Maßbeständigkeit beim Härten. Durch seinen hohen Kohlenstoff- und Chromgehalt mit Wolframzusatz verfügt er über eine feine Karbidstruktur, die lange Standzeiten ermöglicht. Er ist ideal für abrasive Kaltarbeitsanwendungen und bleibt bis etwa 250 °C anlassbeständig. Aufgrund seiner geringen Zähigkeit ist er jedoch nur bedingt für stoßbelastete Werkzeuge geeignet, und die Korrosionsbeständigkeit ist begrenzt.

VerschleißfestigkeitSehr hoch – ideal für abrasive Beanspruchung
ZähigkeitNiedrig – nicht für Stoßbelastung geeignet
KorrosionsbeständigkeitGering – nur wenig besser als unlegierter Stahl
MaßbeständigkeitHoch – geringe Verzugsneigung beim Härten
DruckfestigkeitHoch – für hochbelastete Werkzeuge geeignet
Wie verhält sich der Stahl bei erhöhten Temperaturen?

1.2436 ist bis etwa 200–250 °C anlassbeständig und behält in diesem Bereich seine Härte weitgehend. Höhere Temperaturen können jedoch zu einer deutlichen Abnahme der Härte und Verschleißfestigkeit führen, weshalb der Einsatz in wärmeren Umgebungen begrenzt ist.

Welche Bearbeitungseigenschaften sind zu beachten?

Im weichen, geglühten Zustand ist 1.2436 schwer zu bearbeiten, da die hohe Karbidhärte den Werkzeugverschleiß erhöht. Beim Schleifen im gehärteten Zustand sind Hartmetall- oder CBN-Schleifscheiben empfehlenswert. Eine präzise Wärmebehandlung ist wichtig, um Härte und Maßhaltigkeit zu optimieren.

Welche Sicherheitsaspekte sind bei der Bearbeitung zu beachten?

Beim Schleifen oder Bearbeiten im gehärteten Zustand entsteht feiner Metallstaub, der gesundheitsschädlich sein kann. Daher sind Absaugung, Atemschutz und geeignete Schutzbrillen erforderlich. Außerdem sollte beim Härten und Abschrecken auf eine gleichmäßige Erwärmung und Abkühlung geachtet werden, um Spannungen und Risse zu vermeiden.

1.2436CSiMnPSCrMoNiW
min.2,00,100,311,00,6
max.2,30,400,613,00,8
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