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1.2842 (90MnCrV8)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)90 MnCrV8Klassifikation in der EU-Norm EN ISO 4957 (2000)
AISI/SAE (USA)O2 / UNS T31502Öl-härtender Werkzeugstahl
Frankreich (AFNOR)90 MnV8Französische Entsprechung
England (BS)B02Britische Normbezeichnung
Italien (UNI)90 MnVCr8KUItalienische Werkzeugstahl-Norm
Tschechien (ČSN)19312 / 19313Tschechische Normnummern

Der Kaltarbeitsstahl 1.2842 (90MnCrV8) wird vor allem für Werkzeuge eingesetzt, die hohe Härte, Verschleißfestigkeit und Zähigkeit erfordern. Typische Anwendungsgebiete sind Schneid- und Stanzwerkzeuge, Matrizen, Formen für die Kaltumformung, Präzisionsführungen, Walzen sowie Werkzeuge für die Blechbearbeitung. Durch seine gute Härtbarkeit und Maßbeständigkeit eignet sich der Stahl für Anwendungen, bei denen hohe Oberflächenhärte und präzise Toleranzen gefordert sind. Auch in der Fertigung von hochbeanspruchten Maschinenbauteilen, die Abrieb und Druckbelastungen ausgesetzt sind, wird 1.2842 häufig verwendet.

Der Stahl 1.2842 zeichnet sich durch hohe Härte, sehr gute Verschleißfestigkeit und gute Zähigkeit aus. Durch seinen hohen Kohlenstoff- und Chromgehalt lässt er sich hervorragend härten und behält dabei eine gute Maßbeständigkeit. Der Zusatz von Vanadium sorgt für feine Karbide, die Abrieb und Verschleiß weiter reduzieren. Die Bearbeitbarkeit ist im weichgeglühten Zustand gut, im gehärteten Zustand nur eingeschränkt. Die Korrosionsbeständigkeit ist gering, daher sollte der Stahl in feuchter Umgebung geschützt werden.

VerschleißfestigkeitHoch – durch Vanadiumkarbide besonders abriebfest
ZähigkeitMittel – ausreichend für Kaltarbeitswerkzeuge
KorrosionsbeständigkeitGering – Schutz in feuchter Umgebung empfohlen
MaßbeständigkeitGut – minimaler Verzug beim Härten
SchleifbarkeitMittel – im gehärteten Zustand Hartmetallwerkzeuge erforderlich
Bearbeitbarkeit (weich)Gut – einfacher zu bearbeiten vor dem Härten
DruckfestigkeitHoch – geeignet für stark belastete Werkzeuge
Wie erfolgt die Wärmebehandlung von 1.2842?

Üblicherweise wird der Stahl weichgeglüht, um die Bearbeitbarkeit zu verbessern. Das Härten erfolgt bei Temperaturen von ca. 820–860 °C, gefolgt von Öl- oder Warmbad-Abschrecken. Anschließend wird der Stahl bei 150–200 °C angelassen, um Spannungen abzubauen. Die Wärmebehandlung sorgt dafür, dass Härte, Verschleißfestigkeit und Maßhaltigkeit optimal erreicht werden. Eine präzise Temperaturkontrolle ist entscheidend für die Qualität des Werkzeugs.

Welche Bearbeitungs- und Schleifeigenschaften sind zu beachten?

Im weichgeglühten Zustand ist 1.2842 gut bearbeitbar und lässt sich zerspanen oder fräsen. Nach dem Härten wird die Bearbeitung deutlich schwieriger, und es sollten Hartmetall- oder CBN-Werkzeuge verwendet werden. Schleifen ist im gehärteten Zustand möglich, erfordert jedoch geeignete Kühlung und Werkzeugwahl. Die Maßbeständigkeit nach der Wärmebehandlung bleibt hoch, wenn Spannungen korrekt abgebaut werden. Präzises Arbeiten und eine saubere Wärmebehandlung sind entscheidend für die Qualität des Endprodukts.

Wie beeinflusst der Vanadiumgehalt die Eigenschaften von 1.2842?

Der zugesetzte Vanadiumgehalt sorgt für die Bildung feiner Karbide im Stahl. Diese Karbide erhöhen die Verschleißfestigkeit deutlich, besonders bei stark beanspruchten Werkzeugoberflächen. Zudem verbessern sie die Härte und die Maßbeständigkeit nach der Wärmebehandlung. Die Zähigkeit des Kerns bleibt dabei weitgehend erhalten, sodass Werkzeuge nicht spröde werden. Insgesamt sorgt Vanadium für eine längere Lebensdauer und höhere Präzision der Bauteile.

1.2842CSiMnPSCrV
min.0,850,11,80,20,05
max.0,950,42,20,030,030,50,20
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