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1.4028 (X30Cr13)

Werkstoffdatenblatt

EN-Kurzname(Europa)X30Cr13Europäische Norm
EN-NormEN 10088Edelstahl-Norm
AISI/SAEAISI 420BAmerikanische Bezeichnung für martensitischen Edelstahl mit höherem Kohlenstoff
AFNOR (Frankreich)Z30C13Französische Normbezeichnung
JIS (Japan)SUS 420J2Japanische Norm
UNS (USA)S42020Unified Numbering System
BS (Großbritannien)420S40Britische Norm BS 970

Der Werkstoff 1.4028 (X30Cr13 / AISI 420B) ist ein martensitischer Edelstahl mit einem erhöhten Kohlenstoffgehalt, der ihm eine besonders hohe Härte und Verschleißfestigkeit verleiht. Aufgrund dieser Eigenschaften wird er häufig für Anwendungen verwendet, bei denen eine Kombination aus guter Korrosionsbeständigkeit und hoher Verschleißresistenz erforderlich ist. Typische Anwendungsgebiete sind Schneidwerkzeuge, Messer, Ventile, Pumpenteile, Werkzeugkomponenten sowie Maschinenbauteile, die starken mechanischen Belastungen ausgesetzt sind. Zudem findet 1.4028 Verwendung in der Lebensmittelindustrie und bei sanitärtechnischen Bauteilen, wo neben der Härte auch eine ausreichende Korrosionsbeständigkeit gefragt ist.

Der Werkstoff 1.4028 ist ein martensitischer Edelstahl mit einem höheren Kohlenstoffgehalt, der ihm eine ausgezeichnete Härte und Verschleißfestigkeit verleiht. Er ist gut härtbar und weist eine moderate Korrosionsbeständigkeit auf, die für viele Anwendungen in leicht korrosiven Umgebungen ausreichend ist. 1.4028 besitzt eine gute Zerspanbarkeit im weichgeglühten Zustand und ist magnetisch. Aufgrund seiner mechanischen Eigenschaften eignet sich dieser Stahl besonders für Schneidwerkzeuge, Ventile und andere Bauteile, die hohen Belastungen standhalten müssen.

KorrosionsbeständigkeitMittel, gut in leicht korrosiven Medien
SchweißbarkeitEingeschränkt, Vor- und Nachbehandlung empfohlen
MagnetisierbarkeitJa, magnetisch
ZerspanbarkeitGut im weichgeglühten Zustand
ZugfestigkeitCa. 750–1000 MPa
Wie lässt sich 1.4028 am besten bearbeiten?

1.4028 lässt sich im weichgeglühten Zustand gut zerspanen. Nach dem Härten und Anlassen sollte die Bearbeitung eher auf Schleifen und Feinarbeiten beschränkt werden. Die Verwendung von geeigneten Schneidwerkzeugen und Kühlmitteln verbessert die Bearbeitungsqualität und Werkzeugstandzeit.

Wie verhält sich 1.4028 beim Schweißen und welche Maßnahmen sind notwendig?

1.4028 weist aufgrund seines martensitischen Gefüges eine eingeschränkte Schweißbarkeit auf. Beim Schweißen besteht die Gefahr von Rissbildungen und Versprödungen im Schweißbereich, da das Gefüge nach dem Abkühlen sehr hart und spröde wird. Um dies zu vermeiden, wird empfohlen, das Werkstück vor dem Schweißen auf ca. 150–200 °C vorzuwärmen. Nach dem Schweißen sollte eine Anlassbehandlung durchgeführt werden, um Spannungen abzubauen und das Gefüge zu entspannen. Nur so bleiben die mechanischen Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit erhalten. Außerdem sollten geeignete Schweißzusatzwerkstoffe verwendet werden, die kompatibel mit 1.4028 sind.

Welche Bearbeitungsmöglichkeiten gibt es für 1.4028 und was ist zu beachten?

Im weichgeglühten Zustand lässt sich 1.4028 gut zerspanen, da der Stahl hier relativ weich und duktil ist. Das ermöglicht eine effiziente Bearbeitung mittels Drehen, Fräsen oder Bohren. Nach dem Härten und Anlassen ist der Stahl jedoch deutlich härter (bis zu 56 HRC) und somit schwieriger zu bearbeiten. Hier sind hauptsächlich Schleifverfahren und Feinarbeiten möglich. Wichtig ist, geeignete Schneidwerkzeuge (z. B. Hartmetall- oder Keramikwerkzeuge) und ausreichend Kühlmittel einzusetzen, um Werkzeugverschleiß zu minimieren und eine hohe Oberflächenqualität zu erzielen. Zudem sollte die Wärmeentwicklung während der Bearbeitung kontrolliert werden, um eine Überhitzung und damit verbundene Gefügeänderungen zu vermeiden.

1.4028
X30Cr13
CSiMnPSCr
min.0,2612,0
max.0,350,01514,0
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