
1.4435 (X2CrNiMo18-14-3)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung
| EN-Kurzname(Europa) | X2CrNiMo18-14-3 | Europäische Hauptbezeichnung |
| EN-Norm | EN 10088 | Edelstahl-Norm |
| AISI | 316L-Mod (hochlegiert) | Variante von AISI 316L mit höherem Ni- und Mo-Gehalt |
| AFNOR | Z2CND18-14-03 | Französische Normbezeichnung |
| UNS (USA) | S31603 (ähnlich) | Standard UNS-Nummer für 316L, jedoch ohne Garantie auf erhöhte Legierungswerte |
| JIS (Japan) | SUS 316L (vergleichbar) | Japanische Norm, jedoch in Nickel- und Molybdängehalt meist niedriger |
Anwendungsbereiche von 1.4435 (X2CrNiMo18-14-3)
Der Werkstoff 1.4435 wird bevorzugt in hochreinen und korrosiv anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt. Durch seinen erhöhten Nickel- und Molybdängehalt bietet er eine besonders gute Beständigkeit gegenüber Spalt-, Loch- und interkristalliner Korrosion, auch bei chloridbelasteten oder schwach sauren Medien. Er findet breite Anwendung in der Pharma- und Biotechnologie, der Lebensmittelindustrie, im Reinstmedienbereich, in der chemischen Verfahrenstechnik sowie im Apparatebau. Auch in der Medizintechnik, Halbleiterfertigung oder bei ultrareinem Wasser wird 1.4435 wegen seiner hervorragenden Oberflächengüte, Reinigbarkeit und Materialreinheit eingesetzt.
Eigenschaften
Der Edelstahl 1.4435 ist ein austenitischer, rostfreier Werkstoff mit erhöhtem Nickel- und Molybdängehalt, wodurch er eine exzellente Beständigkeit gegen Korrosion, insbesondere in chlorid- und säurehaltigen Medien, aufweist. Er ist nicht magnetisierbar, sehr gut schweißbar und besitzt eine hohe Reinheit, was ihn ideal für Anwendungen mit höchsten hygienischen oder chemischen Anforderungen macht. Seine gute Zähigkeit auch bei tiefen Temperaturen macht ihn zudem vielseitig einsetzbar.
| Korrosionsbeständigkeit | Sehr hoch, besonders gegen Loch- und Spaltkorrosion |
| Magnetisierbarkeit | Nicht magnetisierbar im lösungsgeglühten Zustand |
| Gefüge | Austenitisch |
| Schweißbarkeit | Sehr gut, keine Gefahr interkristalliner Korrosion |
| Tieftemperaturverhalten | Sehr gute Zähigkeit bis –196 °C |
| Oberflächenqualität | Sehr gut polierbar, hohe Reinigbarkeit |
Ist 1.4435 für den Einsatz in der Pharmaindustrie zugelassen?
Ja, 1.4435 wird sehr häufig in der pharmazeutischen Verfahrenstechnik eingesetzt, insbesondere in der hochreinen Ausführung (z. B. 1.4435 BN2). Er erfüllt die strengen Anforderungen hinsichtlich Korrosionsbeständigkeit, Reinigbarkeit und Oberflächenqualität, die für Anlagen im GMP-Umfeld erforderlich sind.
Wie verhält sich 1.4435 beim Schweißen?
Der Werkstoff ist hervorragend schweißbar, ohne dass es zu interkristalliner Korrosion kommt, da der Kohlenstoffgehalt sehr niedrig ist. Zur Vermeidung von Gefügeveränderungen und zur Sicherung der Korrosionsbeständigkeit sollte mit geeigneten Schweißzusätzen (z. B. 316L oder höherlegiert) gearbeitet werden.
In welchen Medien zeigt 1.4435 besondere Korrosionsbeständigkeit?
1.4435 zeigt eine sehr gute Beständigkeit gegen chloridhaltige, leicht saure und oxidierende Medien. Er ist besonders widerstandsfähig gegen Spalt- und Lochfraßkorrosion, was ihn für Anwendungen in der Lebensmitteltechnik, Biotechnologie, Chemie und Medizintechnik prädestiniert.
Chemische Zusammensetzung
1.4435 X2CrNiMo18-14-3 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni | N |
| min. | 17,0 | 2,5 | 12,5 | ||||||
| max. | 0,03 | 1,0 | 2,0 | 0,045 | 0,03 | 19,0 | 3,0 | 15,0 | 0,11 |
1.4435 Reststücke
