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1.6523 (20NiCrMo2)

Werkstoffdatenblatt

DIN1.6523 / 20NiCrMo2-2Europäische Werkstoffnummer
USA (AISI/ASTM/UNS)AISI 8620 / SAE 8620 / ASTM A29 Grade 8620Amerikanische Bezeichnungen
Frankreich (AFNOR)20NCD2Französische Normbezeichnung
England (BS/ISO)805M20Britische Kurzbezeichnung
Japan (JIS)SNCM220Japanische Normbezeichnung

Der Einsatzstahl 1.6523 (20NiCrMo2) wird vor allem für Bauteile eingesetzt, die eine verschleißfeste Oberfläche bei gleichzeitig zähem Kern benötigen. Typische Anwendungen finden sich im Automobilbau (Zahnräder, Getriebewellen, Kurbelwellen, Kettenräder), im Maschinenbau (Kupplungsteile, Spindeln, Bolzen) sowie in der Luft- und Antriebstechnik. Durch seine gute Einhärtbarkeit ist er besonders geeignet für hochbelastete Bauteile mit dynamischen Beanspruchungen, die sowohl Festigkeit als auch Dauerhaltbarkeit erfordern. Auch im Werkzeug- und Apparatebau findet er Verwendung, wenn Bauteile unter Reibung und Stoßbelastungen zuverlässig arbeiten müssen.

Der Stahl 1.6523 (20NiCrMo2) zeichnet sich durch eine sehr gute Einsatzhärtbarkeit aus, wodurch eine harte, verschleißfeste Randschicht bei gleichzeitig zähem und festem Kern erzielt wird. Seine gute Zähigkeit und Schlagfestigkeit machen ihn besonders für dynamisch hochbeanspruchte Bauteile geeignet. Zudem weist er eine hohe Maß- und Formbeständigkeit beim Härten auf, was eine präzise Weiterverarbeitung ermöglicht. Die gute Zerspanbarkeit im weichen Zustand erleichtert die Herstellung komplexer Geometrien, bevor der Stahl gehärtet wird. Darüber hinaus besitzt er eine ausgeprägte Anlassbeständigkeit, sodass er auch unter wechselnden thermischen Bedingungen zuverlässig bleibt.

Härte nach EinsatzhärtungBis ca. 60 HRC, verschleißfeste Randschicht
ZähigkeitSehr hoch im Kern, auch bei wechselnder Belastung
FestigkeitHohe Kernfestigkeit durch Nickel- und Molybdän-Anteile
MaßhaltigkeitGute Form- und Maßbeständigkeit beim Härten
ZerspanbarkeitGut im weichen Zustand, nach Härtung schwerer bearbeitbar
AnlassbeständigkeitWiderstandsfähig gegen thermische Spannungen und Anlassverluste
Welche Wärmebehandlungen sind bei 1.6523 üblich?

Die wichtigste Behandlung ist das Einsatzhärten, um die Randschicht aufzuhärten und den Kern zäh zu lassen. Vor dem Härten wird der Stahl geglüht, um die Bearbeitbarkeit zu verbessern. Nach dem Härten erfolgt häufig ein Anlassen, um Spannungen abzubauen. Die Wärmebehandlung ermöglicht eine harte Oberfläche bei gleichzeitig zähem Kern. So werden Verschleißfestigkeit und Lebensdauer optimiert.

Wie verhält sich 1.6523 unter dynamischer Belastung?

1.6523 ist speziell für wechselnde und stoßartige Belastungen ausgelegt. Der zähe Kern verhindert Rissbildung bei hohen Kräften. Die harte Randschicht sorgt dafür, dass die Oberfläche verschleißfest bleibt. Dadurch ist der Stahl besonders langlebig bei mechanischen Beanspruchungen. Dies macht ihn ideal für Zahnräder und Getriebeachsen.

Welche Vorteile bringt der Werkstoff Nickel- und Molybdängehalt?

Nickel verbessert die Zähigkeit und erhöht die Kerndruckfestigkeit. Molybdän sorgt für eine bessere Härteentwicklung bei Wärmebehandlung. Beide Elemente unterstützen die Verschleißbeständigkeit der Randschicht. Sie stabilisieren außerdem das Gefüge bei thermischer Belastung. Dadurch eignet sich 1.6523 ideal für Bauteile mit hoher Beanspruchung und langer Lebensdauer.

1.6523CSiMnPSCrMoNi
min.0,170,650,350,150,40
max.0,230,40,950,0250,0350,70,250,70
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