
1.6526 (20NiCrMoS2-2)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung für 1.6526 (20NiCrMoS2-2)
Anwendungsbereiche
Der Einsatzstahl 1.6526 (20NiCrMoS2-2) wird vor allem für Bauteile verwendet, die eine verschleißfeste Randschicht und einen zähen Kern benötigen. Typische Anwendungen sind Zahnräder, Wellen, Bolzen, Kurbelwellen, Pleuelstangen sowie hochbelastete Teile im Maschinen- und Fahrzeugbau. Durch die Sulfureinlagerung (S2) ist er besonders gut zerspanbar, was die Herstellung komplexer Bauteile erleichtert. Er wird häufig dort eingesetzt, wo dynamische Belastungen, Stoßbeanspruchungen und Reibung auftreten. Auch in Getrieben, Kupplungen und Spindeln sorgt er für lange Lebensdauer und zuverlässige Funktion.
Eigenschaften
Der Stahl 1.6526 (20NiCrMoS2-2) ist ein einsatzhärtbarer Nickel-Chrom-Molybdän-Stahl mit Zusatz von Schwefel (S2) für verbesserte Zerspanbarkeit. Er bietet eine harte, verschleißfeste Randschicht nach Einsatzhärtung, während der Kern zäh und elastisch bleibt, was ihn ideal für dynamisch beanspruchte Bauteile macht. Die gute Zähigkeit und Schlagfestigkeit sorgen für Widerstand gegen Stoß- und Wechselbelastungen. Außerdem weist er eine ausgeprägte Maßhaltigkeit nach Wärmebehandlung auf, wodurch präzise Bauteile hergestellt werden können. Insgesamt kombiniert 1.6526 Verschleißbeständigkeit, Bearbeitbarkeit und Festigkeit in einem Werkstoff.
Hinsichtlich ihrer technischen Eigenschaften sind die Werkstoffe 1.6526 und 1.6523 gleichwertig, sie unterscheiden sich lediglich im Schwefelgehalt.
| Härte nach Einsatzhärtung | Bis ca. 58–60 HRC, verschleißfeste Randschicht |
| Zähigkeit | Hoch im Kern, widerstandsfähig gegen Stoß- und Wechselbelastungen |
| Festigkeit | Hohe Kernfestigkeit durch Nickel-, Chrom- und Molybdängehalt |
| Maßhaltigkeit | Gute Form- und Maßbeständigkeit nach Wärmebehandlung |
| Zerspanbarkeit | Sehr gut dank Schwefelzusatz im weichen Zustand |
| Anlassbeständigkeit | Stabil bei thermischen Belastungen |
Welche Wärmebehandlungen sind üblich bei 1.6526?
Die wichtigste Behandlung ist das Einsatzhärten, um die Randschicht aufzuhärten und den Kern zäh zu lassen. Vor dem Härten wird der Stahl geglüht, um Spannungen zu reduzieren. Nach dem Härten erfolgt häufig ein Anlassen, um Restspannungen abzubauen. Durch diese Behandlung wird die Oberfläche sehr verschleißfest, während der Kern zähe Eigenschaften behält. Dadurch sind Bauteile langlebig und belastbar.
Welche Vorteile bringt der Schwefelzusatz (S2) in 1.6526?
Der Schwefelzusatz verbessert die Zerspanbarkeit erheblich. Dadurch lassen sich komplexe Bauteile leichter und wirtschaftlicher fertigen. Er wirkt wie ein internes Schmiermittel beim Schneiden. Die übrigen mechanischen Eigenschaften, wie Härte und Zähigkeit, werden dabei kaum beeinflusst. So entsteht ein gut bearbeitbarer, leistungsfähiger Einsatzstahl.
Wie verhält sich 1.6526 unter dynamischer Belastung?
1.6526 ist speziell für wechselnde und stoßartige Belastungen entwickelt. Der zähe Kern verhindert Rissbildung bei hohen Kräften. Gleichzeitig sorgt die harte Randschicht dafür, dass Verschleiß reduziert wird. Dadurch eignet sich der Werkstoff besonders für Zahnräder, Wellen und Kurbelwellen. Auch bei Dauerbelastungen bleibt die Form stabil und zuverlässig.
Chemische Zusammensetzung
| 1.6526 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni |
| min. | 0,17 | 0,65 | 0,02 | 0,35 | 0,15 | 0,40 | ||
| max. | 0,23 | 0,4 | 0,95 | 0,025 | 0,04 | 0,7 | 0,25 | 0,70 |
