
1.6587 (18CrNiMo7-6)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung für 1.6587 (18CrNiMo7-6)
| DIN | 1.6587 | Europäische Standardbezeichnung |
| EN | 18CrNiMo7-6 | Europäische Norm |
Anwendungsbereiche
Der Stahl 1.6587 (18CrNiMo7-6) ist ein legierter Einsatzstahl, der besonders für hochbelastete Bauteile im Maschinen- und Fahrzeugbau eingesetzt wird. Typische Anwendungen finden sich bei Zahnrädern, Wellen, Bolzen, Kurbel- und Pleuelstangen sowie Kupplungselementen, die eine hohe Dauerfestigkeit erfordern. In der Automobilindustrie wird er für Getriebe- und Antriebswellen genutzt, da er nach Einsatzhärten eine hervorragende Verschleißfestigkeit bietet. Auch im Flugzeugbau und der Energietechnik kommen Bauteile aus diesem Stahl zum Einsatz, wo hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit unter dynamischen Belastungen erforderlich sind. Durch die Möglichkeit der präzisen Wärmebehandlung lässt sich der Stahl optimal an unterschiedliche Belastungsprofile anpassen.
Eigenschaften
Der Stahl 1.6587 zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, gute Zähigkeit und sehr gute Härtbarkeit aus, die besonders nach Einsatzhärten erreicht wird. Er lässt sich ausgezeichnet oberflächenhärten, wodurch Verschleißfestigkeit und Dauerfestigkeit stark erhöht werden. Seine Maßhaltigkeit beim Härten ist sehr gut, sodass Verzugsprobleme minimal bleiben. Die Bearbeitbarkeit ist im weichgeglühten Zustand sehr gut, nach dem Härten deutlich eingeschränkt. Korrosionsbeständigkeit besitzt er nur geringfügig, weshalb in feuchten oder aggressiven Umgebungen Schutzmaßnahmen nötig sind.
| Festigkeit | Hoch, besonders nach Einsatzhärten |
| Schweißeignung | Eingeschränkt; Vor- und Nachwärmen erforderlich |
| Verschleißbeständigkeit | Hoch nach Oberflächenhärten |
| Korrosionsbeständigkeit | Gering; Schutzmaßnahmen empfehlenswert |
| Dauerfestigkeit | Hoch; zuverlässig bei dynamischer Belastung |
| Zähigkeit | Gut, auch unter wechselnder Belastung |
| Härtbarkeit | Sehr gut; ermöglicht tiefes Einsatzhärten |
Welche Wärmebehandlungen werden bei 1.6587 angewendet?
Bei 1.6587 kommen hauptsächlich Einsatzhärten, Vergüten und Anlassen zum Einsatz, um Festigkeit und Verschleißfestigkeit zu optimieren. Das Einsatzhärten erzeugt eine harte Oberfläche bei gleichzeitig zähem Kern. Vor- und Nachwärmebehandlungen sind wichtig, um Spannungen zu reduzieren. Je nach Bauteil und Belastung kann die Härtetiefe angepasst werden. Dadurch lassen sich die mechanischen Eigenschaften gezielt auf die Anwendung abstimmen.
Wie verhält sich 1.6587 bei wechselnden Belastungen?
1.6587 zeigt auch unter wechselnden Belastungen hohe Dauerfestigkeit. Der Einsatzhärte-Kern-Aufbau sorgt dafür, dass die Bauteile sowohl zähe Kerne als auch verschleißfeste Oberflächen besitzen. Dadurch können Bauteile langzeitig Belastungen standhalten, ohne zu brechen. Spannungsrisse treten nur selten auf, wenn die Wärmebehandlung korrekt durchgeführt wird. Dies macht den Stahl besonders zuverlässig für mechanisch beanspruchte Anwendungen.
Ist 1.6587 für sicherheitskritische Anwendungen geeignet?
Ja, 1.6587 wird häufig in Bereichen eingesetzt, in denen hohe Zuverlässigkeit gefordert ist. Durch die Kombination von festem Kern und verschleißfester Oberfläche eignet er sich ideal für tragende und dynamisch belastete Bauteile. In Fahrzeug-, Luftfahrt- und Energietechnikbauteilen wird er deshalb bevorzugt eingesetzt. Die gezielte Wärmebehandlung sorgt dafür, dass alle mechanischen Anforderungen zuverlässig erfüllt werden. Somit ist 1.6587 ein sehr sicherer Werkstoff für anspruchsvolle Anwendungen.
Chemische Zusammensetzung
| 1.6587 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni |
| min. | 0,15 | 0,5 | 1,5 | 0,25 | 1,4 | |||
| max. | 0,21 | 0,4 | 0,9 | 0,035 | 0,04 | 1,8 | 0,35 | 1,7 |
