
1.8159 (51CrV4)
Werkstoffdatenblatt
Internationale Bezeichnung für 1.8159 (51CrV4)
| DIN | 1.8159 | Deutsche Werkstoffnummer |
| EN | 51CrV4 / 50CrV4 | Europäische Norm, entspricht DIN-Bezeichnung |
| Frankreich (AFNOR) | 51CV4 / 50CV4 | Französische Norm, chemisch ähnlich |
| UNI (IT) | 51CrV4 / 50CrV4 | Italienische Norm, entspricht DIN/EN |
| BS (UK) | 817M50 | Britische Standardbezeichnung |
| JIS (JP) | SCM420 | Japanischer Standard mit vergleichbarer Legierung |
| AISI/SAE (US) | 6150 | Amerikanische Entsprechung |
Anwendungsbereiche
Der Stahl 1.8159 (51CrV4 / 50CrV4) ist ein legierter Vergütungsstahl, der sich besonders für hochbeanspruchte Federn, Wellen, Schrauben und Achsen eignet. Typische Anwendungen finden sich im Fahrzeugbau, Maschinenbau und im allgemeinen Anlagenbau, wo dynamische Belastungen auftreten. Durch seine hohe Festigkeit, Zähigkeit und elastische Rückstellung ist er ideal für Druckfedern, Zugfedern und Blattfedern. Auch Werkzeuge, Bolzen und Verbindungselemente profitieren von seiner guten Verschleißfestigkeit. Dank der Kombination aus zähem Kern und belastbarer Oberfläche ist 1.8159 optimal für Bauteile, die sicherheitsrelevant und langlebig sein müssen.
Eigenschaften
Der Stahl 1.8159 zeichnet sich durch eine hohe Festigkeit, gute Zähigkeit und ausgezeichnete Rückstellfähigkeit aus, die ihn ideal für Federn und dynamisch belastete Bauteile macht. Er ist gut härtbar und zeigt nach dem Vergüten eine harte Oberfläche bei gleichzeitig zähem Kern. Die Bearbeitbarkeit ist im weichgeglühten Zustand sehr gut, nimmt jedoch nach der Wärmebehandlung ab. Die Schweißbarkeit ist nur eingeschränkt und erfordert spezielle Maßnahmen wie Vor- und Nachwärmen. Die Korrosionsbeständigkeit ist gering, sodass bei Bedarf ein Schutz durch Beschichtungen oder Schmierstoffe empfohlen wird.
| Festigkeit | Hoch, besonders nach Vergüten |
| Schweißeignung | Eingeschränkt, Vor- und Nachwärmen erforderlich |
| Korrosionsbeständigkeit | Gering, Schutzmaßnahmen empfohlen |
| Dauerfestigkeit | Sehr gut unter zyklischer Belastung |
| Zähigkeit | Gut, auch bei dynamischer Belastung |
| Härtbarkeit | Gut, ermöglicht harte Oberfläche bei zähem Kern |
| Maßhaltigkeit beim Härten | Gut, geringe Verzugsneigung |
| Verschleißfestigkeit | Hoch nach Oberflächenhärten |
Wie lässt sich 1.8159 mechanisch bearbeiten?
Im weichgeglühten Zustand ist 1.8159 gut zerspanbar und bearbeitbar. Nach der Vergütung reduziert sich die Bearbeitbarkeit deutlich. Deshalb sollten Präzisionsarbeiten vor der Wärmebehandlung durchgeführt werden. Schleifen und Finisharbeiten können nach dem Härten erfolgen, um Maßhaltigkeit zu gewährleisten. So bleiben die Bauteile funktional und langlebig.
Wie verhält sich 1.8159 unter dynamischen Belastungen?
1.8159 zeigt eine sehr gute Dauerfestigkeit unter zyklischer Beanspruchung. Der zähe Kern verhindert Risse, während die harte Oberfläche Verschleiß reduziert. Dies macht ihn ideal für Federn und Wellen, die wiederholt belastet werden. Rissbildung tritt nur selten auf, wenn die Wärmebehandlung korrekt durchgeführt wird. Damit eignet sich der Stahl für sicherheitsrelevante und langlebige Bauteile.
Welche Vorsichtsmaßnahmen sind beim Schweißen von 1.8159 nötig?
Die Schweißbarkeit ist eingeschränkt und erfordert Vor- und Nachwärmen, um Spannungsrisse zu vermeiden. Geeignete Schweißzusätze sollten verwendet werden, um die mechanischen Eigenschaften zu erhalten. Schweißarbeiten sollten nur von geschultem Personal durchgeführt werden. Nach dem Schweißen ist eine Spannungsarmglühung empfehlenswert. So bleibt die Festigkeit und Zähigkeit der Bauteile erhalten.
Chemische Zusammensetzung
| 1.8159 | C | Si | Mn | P | S | Cr | Mo | Ni | V |
| min. | 0,47 | 0,4 | 0,9 | 0,1 | |||||
| max. | 0,55 | 0,4 | 0,7 | 1,2 | 0,25 |
